Studieneingangsprofile in Fach- und Lehramts-Studiengängen Physik Eine kontrastierende Analyse auf Basis eines Kompetenzstrukturmodells für Fach-Physiker

David Woitkowski

Abstract


Während schon seit Längerem eine besondere Ausrichtung von Physik-Lehramtsstudiengängen im Kontrast zu Vollfach-Studiengängen gefordert wird und sich eine Reihe großer Studien der empirischen Fachdidaktiken mit der Kompetenz (an­gehender) Lehrkräfte beschäftigen, fehlt bisher eine Auseinandersetzung mit den Fach-Studierenden, ihrem Berufs- und Studienbild und dem sie vom Lehramts­bereich unterscheidenden Profil.

Im vorliegenden Beitrag wird zunächst eine theoretische Analyse der im Fach-Stu­dium zu erwerbenden Kompetenzen durchgeführt und ein heuristisches Kom­pe­tenzstrukturmodell vorgeschlagen, das (insbesondere dort, wo Lehramts- und Fach-Studierende gemeinsame Lehrveranstaltungen besuchen) eine unterschiedliche berufsbezogene Relevanz universitärer Lerngelegenheiten nahelegt.

An­schließend werden an einer kleinen Stichprobe Erstsemester-Studierender (N = 81) Gruppenunterschiede zwischen den Studiengängen analysiert. Dazu gehö­ren die formale schulische Vorbildung, der Umgang mit Mathema­tik ebenso wie Studienwahlmotive, Motivation, Einstellungen und Beliefs und das fachliche Vorwis­sen. Mit den so erhaltenen Daten können erste theoretische Voraussagen plausi­bel gemacht werden. Weitere und spezialisiertere Erhebungen und Analysen – bei­spielsweise bezüglich Vorstellungen von der späteren Berufstätigkeit und der wahrgenommenen Relevanz von universitären Lehrveranstal­tungen – sind aber notwendig, um ein vollständiges Profil der Fach-Studierenden zu erhalten.


Schlagworte


Kompetenz von Physikern; Studieneingang; Vorwissen; Motivation; Unterschiede Fach und Lehramt

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