Elektrizitätslehre nach dem Karlsruher Physikkurs - Ergebnisse einer empirischen Studie

Erich Starauschek

Abstract


Im Karlsruher Physikkurs wird im Unterricht der Elektrizitätslehre in der Sekundarstufe I das e-lektrische Potenzial als physikalische Größe explizit eingeführt. Dies erfolgt über eine formale Analogie, das sogenannte Strom-Antrieb-Modell. In einer Treatment-Kontrollgruppen-Untersuchung in Klasse 10 in Baden-Württemberg wurden 85 Schülerinnen und Schülern, deren Physikunterricht in den Schuljahren 8, 9 und 10 am Karlsruher Physikkurs ausgerichtet war, und einer traditionell unterrichteten Kontrollgruppe ein standardisierter Fragebogen zur elementaren Elektrizitätslehre vorgelegt. Es zeigt sich, dass insbesondere die Mädchen, die nach dem Karlsruher Physikkurs unterrichtet worden sind, sprachlich besser zwischen elektrischem Strom und elektrischer Spannung unterscheiden als traditionell unterrichtete Schüler und Schülerinnen. Aus der kognitionspsychologischen Perspektive der mentalen Repräsentationen zeigt der Unterricht nach dem Karlsruher Physikkurs damit eine Wirkung auf der Ebene der propositionalen Repräsentationen.
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