Laborphänomene zur Behandlung von Naturphänomenen am Beispiel des Themas Gewitter

Burkhard Priemer

Abstract


Viele Naturphänomene sind komplex und werden von einer Reihe von Faktoren beeinflusst, die eine detaillierte Untersuchung unter kontrollierbaren Bedingungen im Unterricht schwierig machen. Da es dennoch wünschenswert ist, diese wahrnehmbaren Erscheinungen der Umwelt und des Alltags im Fach Physik zu behandeln, wird ein didaktisches Vorgehen hierzu vorgeschlagen. Dieses beruht auf der Gewinnung eines Laborphänomens, mit dessen Hilfe eine Variation der Einflussgrößen möglich wird. Das neue Phänomen dient dabei nicht primär zur Vereinfachung des Originalphänomens, zur Konstruktion eines (hypothetischen) Erklärungsrahmens oder zur Rückführung auf Bekanntes, sondern zu dessen Kontrollierbarkeit im Rahmen eines durchführbaren Experiments. Darauf aufbauend erfolgt eine Phänomen-orientierte Beschreibung der Beobachtungen bis hin zu einer Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf das Originalphänomen. Im Mittelpunkt steht dabei die Vermittlung physikalischer Denk- und Arbeitsweisen. Der Ansatz wird am Beispiel des Themas Elektrische Vorgänge im Gewitter verdeutlicht.

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