Ein indikatorenbasiertes Verfahren zur Einstufung von Testaufgaben in ein Kompetenzmodell

Heike Theyßen, Marita Schmidt, Erik Einhaus, Horst Schecker

Abstract


Die Entwicklung von Bildungsstandards und Kompetenzmodellen erfordert eine valide Ein-schätzung der Anforderungen, die Schüler bei Bearbeitung von Testaufgaben bewältigen müssen. Das hier vorgestellte Verfahren der Erfassung der Kompetenzanforderungen verwendet zwei zentrale Dimensionen Prozesse und Ausprägungen des Bremen-Oldenburger Kompetenzmodells: (Schecker & Parchmann 2006). Die Prozesse korrespondieren eng mit den vier Kompetenzbereichen der nationalen Bildungsstandards (KMK 2004a).
Es ergibt sich eine zweidimensionale Kompetenzmatrix, deren Zellen durch Zellindikatoren operationalisiert werden. Mit Hilfe eines webbasierten Systems schätzen Experten die Anforderungen vorgegebener Beispielaufgaben anhand der Zellindikatoren ein. Dabei kommt ein zweistufiges Rating-Verfahren zur Anwendung.
Das Verfahren wurde mit einer Gruppe von Experten erprobt und dabei die Übereinstimmung der Expertenratings a) unter einander und b) mit einer modellkonformen Mustereinstufung bestimmt. Die Ergebnisse der Studie dienen der weiteren Präzisierung der Zelloperationalisierungen. Übergeordnetes Ziel ist ein explizit regelbasiertes Verfahren für die Einordnung von Testitems in das Kompetenzmodell. Das Instrument ermöglicht eine modellbezogene Entwicklung von Testinventaren.

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