Die Beobachtung im Gefüge des Erkenntnisprozesses der Physik

Simon Kraus

Abstract


Ein Blick in die geschichtliche Entwicklung der Physik zeigt, dass die systematische Naturbeobachtung lange Zeit eine herausragende Rolle für die Erkenntnisgewinnung spielte. In der heutigen Fachdidaktik sowie in den Lehrplänen ist die Bedeutung der Beobachtung, als eine Erkenntnismethode der Physik, jedoch auf ein bescheidenes Maß reduziert.

Im Beitrag wird aufgezeigt, an welchen Stellen und in welcher Form innerhalb des Erkenntnisprozesses der Physik sich Beobachtungen verorten lassen. Dazu wird der EJASE-Prozess nach Einstein, als eine Darstellung der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise, herangezogen. Anhand ausgewählter historischer Beispiele wird dabei gezeigt, welche Besonderheiten (z.B. persönliche Einflüsse und Überzeugungen oder theoretische Annahmen) bei Beobachtungen zu berücksichtigen sind.

Die vielfältigen Beispiele, anhand derer die Bedeutung der Beobachtung deutlich wird, erfordern eine verstärkte implizite Berücksichtigung von Beobachtungsdaten im Schulunterricht sowie explizite Übungen im Beobachten. Damit wird eine wesentliche Erkenntnismethode der Naturwissenschaften nicht nur theoretisch zu vermittelt, sondern auch als methodisches Werkzeug zum Erkunden von Natur und Lebenswelt etabliert.

Schlagworte


Beobachtung; Erkenntnisgewinnung

Volltext:

Beitrag DD 23.01


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