Interviewstudie zu den Mindsets von Physiklehrkräften

Verena Spatz, Jonas Lippmann

Abstract


In den USA haben die Forschungsergebnisse von C. Dweck gezeigt, dass die Überzeugungen von Kindern und Jugendlichen zu ihren Fähigkeiten in einem bestimmten Fach für deren Lernwege entscheidend sind. Nach dieser Theorie der Mindsets unterscheidet man zwei Grundtypen: Werden die Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich auf angeboren Begabung zurückgeführt und damit als statisch angesehen, spricht man von einem Fixed-Mindset. Werden diese Fähigkeiten hingegen als erlern- und entwickelbar angesehen, spricht man von einem Growth-Mindset.

Die Mindsets von Kindern und Jugendlichen werden wiederum geprägt durch die entsprechenden Überzeugungen ihrer Lehrkräfte. Im Bereich der Physik liegen zu diesen Überzeugungen der Lehrkräfte bisher jedoch nur sehr wenige Erkenntnisse vor. Aus diesem Grund wurde in einer explorativen Studie zunächst der Frage nachgegangen, ob sich die Typisierung „Fixed- oder Growth-Mindset“ entsprechend der Theorie von C. Dweck bei Physiklehrkräften am Gymnasium finden lässt. Dies wurde mithilfe von N=14 leitfadengestützten Interviews im Raum Darmstadt untersucht, die mit MAXQDA kategorienbasiert ausgewertet wurden. Auf diese Weise konnten vier der interviewten Personen dem Fixed-Mindset und zwei Personen dem Growth-Mindset zugeordnet werden. Jeweils vier weitere Personen wurden als Mischtypen, sog. Mixed-Mindsets, mit einer Tendenz zum Fixed- bzw. zum Growth-Mindset charakterisiert.

Schlagworte


Mindsets Lehrkräfte

Volltext:

Beitrag DD 02.20


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