Lehr-Lern-Labore (LLL) als Orte komplexitätsreduzierter Praxis: Erste Professionalisierungsschritte im Lehramtsstudium Physik

René Dohrmann, Volkhard Nordmeier

Abstract


Die Lehr-Lern-Labor-Lehrveranstaltungen des Bachelorstudiengangs (Lehramt Physik) an der Freien Universität Berlin zeichnen sich durch eine zyklische Struktur und intensive Reflexionsphasen aus. Dies geschieht in einer ‚geschützten‘ und komplexitätsreduzierten Umgebung, d. h. die Teilnehmenden werden bei ihren Handlungen durch die Dozierenden unterstützt und unterrichten kleine Schüler*innengruppen in einer ihnen gewohnten Umgebung. Die anschließende Reflexionsphase bildet die Grundlage für die Überarbeitung der eigenen Mini-Unterrichtssequenz. Darüber hinaus betreuen die Studierenden während der Experimentierphasen Schüler*innengruppen oder beobachten ihre Kommiliton*innen beim Unterrichten, sodass sie im Verlauf der Veranstaltung verschiedene für den Lehrberuf charakteristische Rollen einnehmen müssen.
Im ersten Teil dieses Beitrags werden die Begriffe Profession, Professionalität und Professionalisierung sowie ihre Implikationen für die Lehrkräftebildung näher untersucht. Im Anschluss daran wird das Lehr-Lern-Labor (LLL) als mögliches Professionalisierungsformat vorgeschlagen. Darüber hinaus werden erste Ergebnisse der LLL-Begleitforschung vorgestellt. Dabei wurden episo-disch-narrative Gruppendiskussionen durchgeführt und ausgewertet, die als Grundlage für die anschließenden empirisch-methodischen Schritte dienen werden.


Schlagworte


Lehr-Lern-Labor, Professionalisierung, Lehrkräftebildung, qualitative Forschung

Volltext:

Beitrag DD 11.06


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