Interesse an Physik - in Salzburg

Markus Herbst, Eva Maria Fürtbauer, Alexander Strahl

Abstract


In Österreich gibt es einen anhaltenden Fachkräftemangel im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Ein Grund für die geringe Studierendenanzahl in Physik könnte das geringe Fachinteresse und die scheinbar große Unbeliebtheit dieses Unterrichtsfaches sein. Doch wie ist der aktuelle Stand der Interessensentwicklung in Bezug auf die Physik?
In dieser Pilotstudie wurden an sieben Gymnasien in Salzburg (Österreich) 199 Schülerinnen und Schüler (n♀=83, n♂=116; vorwiegend 9. und 10. Schulstufe) befragt und folgende Bereiche erho-ben: Interesse an Physik, Interesse an Tätigkeiten im Physikunterricht, Fächerbeliebtheit, Formeln im Physikunterricht, Selbsteinschätzung, Physik in den Medien, Berufswunsch, Relevanz des Phy-sikunterrichts und Genderaspekt im Physikunterricht.
Die Ergebnisse zeigen, dass Physik mittlerweile stark an Beliebtheit zugelegt hat, wobei das Inte-resse an Physik sehr vom Kontext abhängt, in dem es unterrichtet wird. Die interessantesten An-wendungsbereiche sind bei Jungen und Mädchen unterschiedlich, wobei Physik im Kontext "Natur und Mensch" bei beiden Geschlechtern sehr beliebt ist. Generell finden Schüler Physik interessanter als Schülerinnen und können sich in Folge auch eher einen physikalischen oder technischen Beruf vorstellen. Trotzdem werden die Fähigkeiten für naturwissenschaftliche Berufe von Frauen grund-sätzlich gleich hoch wie jene von Männern eingeschätzt, ein Punkt an dem man ansetzen sollte.

Schlagworte


Interesse; Schulfächer; Beliebtheit; Interessenstypen; Gender; Unterrichtstätigkeiten; Interessensgebiete



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