Testitems zur qualitativen Untersuchung der Ressourcen von Physiklehrkräften beim Bewerten schriftlicher Schülerleistungen in Physik

Markus Sebastian Feser, Dietmar Höttecke, Timo Ehmke

Abstract


Die Diagnostik schriftlicher Schülerleistungen ist ein wichtiger Teil der täglichen Arbeit von Physiklehrkräften. Wir hegen die begründete Vermutung, dass Physiklehrkräfte dabei ihre Urteile über fachliche und sprachliche Leistungen konfundieren. Wir wissen nicht, ob und ggf. wie sich die Bewertungen über fachliche und sprachliche Schülerleistungen beeinflussen. Zudem liegt keine belastbare empirische Evidenz darüber vor, auf welche Ressourcen Physiklehrkräfte beim Bewerten schriftlicher Schülerleistungen zurückgreifen. Diese Fragen stellen wir im Projekt „Fachliche und sprachliche Urteilskriterien von Physiklehrkräften“. In einer Vorstudie wurden zunächst 128 Schüler_innen Hamburger Gymnasien und Stadtteilschulen gebeten, eine Leistungsaufgabe aus der Akustik zu bearbeiten. Die Schülertexte wurden anschließend in ein Koordinatensystem eingeordnet, welches die Modell-Dimensionen fachliche und sprachliche Qualität aufspannt. Die Einordnung wurde über ein Codierverfahren und ein Expertenrating abgesichert. Hierdurch konnten vier kontrastierende Schülertexte identifiziert werden, die nun in einer Hauptstudie mit Physiklehrkräften als Think-Aloud-Aufgaben dienen. Dieser Artikel berichtet über das Design, die Instrumententwicklung und Ergebnisse der Vorstudie.


Schlagworte


Leistungsbeurteilung; Sprache im Physikunterricht



© 2010-2016 Internetzeitschrift: PhyDid B - Didaktik der Physik - Beiträge zur DPG-Frühjahrstagung (ISSN 2191-379X) - Einstiegsseite