Qualitätsentwicklung studentischen Kurzunterrichts

Roland Berger

Abstract


An der Universität Osnabrück wird im Rahmen der Lehramtsausbildung seit etwa 10 Jahren die Veranstaltung „Experimentieren im Physikunterricht“ angeboten, in der Studierende propädeutisch unterrichten üben. Im „Kurzunterricht“ von ca. 15 Minuten sind die übrigen Studierenden angehalten, sich in Schülerinnen und Schüler hineinzuversetzen, und so unterrichtstypische Interaktionen zu ermöglichen. Auf der Basis einer neu entwickelten, hochinferenten Skala mit fünf Merkmalen guten Unterrichts schätzen die Dozenten die Qualität des Kurzunterrichts ein. Die Analyse zeigt, dass die Qualität des Kurzunterrichts vom ersten zum zweiten Belegungssemester mit großer Effektstärke ansteigt. In einer Begleitveranstaltung werden inhaltlich abgestimmt fachlich-fachdidaktische Themen behandelt. Eine Mediatoranalyse ergibt, dass der Zusammenhang zwischen fachlich-fachdidaktischem Wissen und der Qualität des Kurzunterrichts durch die Qualität des Unterrichtsentwurfs vermittelt wird. Dies unterstreicht die Bedeutung der auf guten fachlich-fachdidaktischen Kenntnissen basierenden Unterrichtsvorbereitung.

Schlagworte


Lehramtsausbildung; Unterrichtsqualität; Professionswissen; Unterrichtsvorbereitung

Volltext:

Beitrag DD 05.04


© 2010-2016 Internetzeitschrift: PhyDid B - Didaktik der Physik - Beiträge zur DPG-Frühjahrstagung (ISSN 2191-379X) - Einstiegsseite