Gemäldeanalyse als Kontext für den Physikunterricht

Benjamin Ide, Helmuth Grötzebauch, Volkhard Nordmeier

Abstract


Das Thema Gemäldeanalyse ist aus physikdidaktischer (und physikalischer) Perspektive sehr interessant, denn zur Untersuchung von Gemälden werden vielfach spektroskopische Methoden eingesetzt, wie die Röntgen-, Ultraviolett- oder die Infrarot-Spektroskopie, aber auch die UV- oder IR-Refektrographie und -Fotografie, die bereits mit einfachen schulischen Mitteln nachvollzogen werden können. Dabei werden die Gemälde mit IR-, VIS- oder UV-Licht 'bestrahlt', und es wird beobachtet, ob bei der Absorption oder Streuung dieser Strahlung Effekte auftreten, die Rückschlüsse auf die verwendeten Farbpigmente oder den Bildaufbau ermöglichen. Die Methoden beruhen im Wesentlichen darauf, dass sowohl die Absorption als auch die Streuung an den Pigmenten sowohl Material- als auch stark Wellenlängen-abhängig ist. In diesem Beitrag werden einige dieser Methoden und Experimente für den Physikunterricht vorgestellt, und es zeigt sich, dass sich eigene Untersuchungen von Gemälden bereits mit einfachen technischen und schulischen Mitteln im Unterricht durchführen lassen. Benötigt werden dazu nur eine USB Kamera und ein Infrarot Durchlassfilter (Diapositiv) bzw. eine UV-Filterfolie.


Schlagworte


Gemäldeanalyse, physikdidaktisch, physikalisch, Untersuchung von Gemälden, spektroskopische Methoden, Ultraviolett, Infrarot-Spektroskopie,IR-Reflektrographie, IR-Fotografie, Gemäldebestrahlung, IR, VIS, UV-Licht, Absorption, Streuung, Farbpigmente, Bilda



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