Professionalisierung durch Praxisbezug im Lehr-Lern-Labor

Susan Fried, Markus Elsholz, Thomas Trefzger

Abstract


Bei der Ausbildung angehender Physiklehrerinnen und -lehrer an der Universität Würzburg wurde mittels der Lehr-Lern-Labor-Seminare eine zusätzliche Praxisphase in das Studium
integriert. Das Seminar unterteilt sich in zwei Phasen. Dabei konzipieren die Studierenden zu Anfang  Experimentier-umgebungen zu einem vorgegebenen Thema, die dann mit mehreren Schulklassen durchgeführt und im Anschluss an jede Durchführung mit Dozenten und Kommilitonen reflektiert werden. Das Seminar bietet den Studierenden dadurch die Möglichkeit, neben den für den Unterricht bedeutenden physikdidaktischen Kompetenzen, wie beispielsweise Elementarisieren und Experimentieren, ihre Diagnosekompetenz und verschiedene Vermittlungsstrategien in der Praxis zu schulen. Die
physikdidaktischen Kompetenzen sind ein wichtiger Teil des Professionswissens. Sie enthalten neben deklarativem Wissen zu einem großen Anteil auch prozedurales Wissen, was vor allem in Praxisphasen generiert werden kann. Es ist folglich zu erwarten, dass zusätzliche Praxisphasen im Studium den Erwerb physikdidaktischer Kompetenzen begünstigen. Im Rahmen des Projekts Professionalisierung durch Praxisbezug im Lehr-Lern-Labor soll in einer Querschnittstudie der Erwerb von physikdidaktischem Wissen und der Diagnosekompetenz durch das Seminar ermittelt werden.

Schlagworte


fachdidaktische Kompetenzen, Diagnsotische Kompetenzen, Lehr-Lern-Labor

Volltext:

Beitrag DD 15.17


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