Chunks in Chemie- und Physikaufgaben - Zusammenhang zwischen Gedächtniskapazität und Aufgabenkomplexität

Felix Stindt, Alexander Strahl, Rainer Müller

Abstract


Der Zusammenhang zwischen der Gedächtniskapazität von Lernenden und der Komplexität einer gestellten Aufgabe wurde in den 1980er Jahren durch Johnstone und El-Banna untersucht. Die Ergebnisse sind richtungsweisend für die Gestaltung von Aufgaben, gerieten jedoch im Laufe der Jahre besonders in Deutschland weitgehend in Vergessenheit. Im vorliegenden Artikel werden die Inhalte dieser Studie von Chemie- auf Physikaufgaben übertragen.

Von 16 Studierenden der Technischen Universität Braunschweig wurden die Gedächtniskapazitäten bestimmt und diese mit den Ergebnissen eines Testes in Beziehung gesetzt, der aus sieben unterschiedlich schwierigen physikalischen Aufgaben bestand. Folgende These wurde dabei untersucht: Die Überlastung des Arbeitsgedächtnisses einer Testperson ist dafür verantwortlich, dass bestimmte Aufgaben nicht gelöst werden können. Schülerinnen / Schüler bzw. Studierende mit einer Gedächtniskapazität von X Chunks (englisch: Klumpen oder Brocken) können nur Aufgaben mit einer Anzahl von maximal Z Lösungsschritten bearbeiten, wenn Z ≤ X gilt.

Trotz der geringen Teilnehmerzahl konnten die Ergebnisse von Johnstone und El-Banna reproduziert werden. Ein Zusammenhang zwischen Gedächtniskapazität und Aufgabenkomplexität ist klar erkennbar.


Schlagworte


Aufgaben



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