Fallbasierung im Einführungsseminar Physikdidaktik

Martin Hopf, Claudia Haagen-Schützenhöfer

Abstract


Studierende bringen stabile Alltagsvorstellungen von effektivem Physikunterricht mit in die fachdidaktischen Lehrveranstaltungen. Eine sehr dominante Vorstellung der Studierenden ist dabei, dass "mehr Praxis" die notwendige Voraussetzung für gelungene Seminare ist. Viele der dort diskutierten Inhalte wie Legitimation und Ziele des Physikunterrichts oder Interesse werden von Studierenden als "abstrakt" und "praxisfern" wahrgenommen. Gleichzeitig gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass solche Aspekte wenig handlungsrelevante Bestandteile des Professionswissens sind. Als Ausweg bietet es sich an, Seminare fallbasiert zu gestalten, also konkrete Problemsituationen aus der Schul- und Unterrichtspraxis in den Mittelpunkt zu stellen. Wie unsere Erfahrungen mit einem solchen Seminar zeigen, ist es erstaunlich einfach, auch anspruchsvolle Inhalte so umzustrukturieren, dass sie von Studierenden als praxisrelevant erlebt werden. Es wird über die Konzeption des Seminars, die verwendeten Fälle und erste Erfahrungen berichtet.


Schlagworte


Physikdidaktik, Didaktische Rekonstruktion, Hochschuldidaktik, Fallbasierung

Volltext:

Beitrag DD 01.02


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