Fördern Praxisseminare im Schülerlabor das Professionswissen und einen reflexiven Habitus bei Lehramtsstudierenden?

Helen Krofta, Jörg Fandrich, Volkhard Nordmeier

Abstract


Im Projekt MINT-Lehrerbildung neu denken! werden an der Freien Universität Berlin die Praxisphasen im Lehramtsstudium durch neu eingerichtete Praxisseminare im Schülerlabor PhysLab ausgebaut. Praxisphasen tragen aber nur dann zur Verbesserung der Lehrerausbildung bei, wenn sie theoretisch fundiert und von Reflexionen begleitet werden [1]. Unreflektierte Praxisphasen wie z.B. nicht begleitete Schulpraktika können dagegen zu einer Deprofessionalisierung führen und sogar die Abkehr von einer theoriegeleiteten Fundierung didaktisch-pädagogischer Entscheidungen in der Praxis zur Folge haben [2, 3]. Ein Schülerlabor bietet vielschichtige Ressourcen als Lernort für Studierende, beispielsweise ermöglicht es Freiheitsgrade bei der Wahl der Themen, Methoden oder Materialien und stellt eine geschützte Umgebung zur Erprobung von neuen Unterrichtskonzepten dar.

Dieser Beitrag soll am Beispiel des Praxisseminars Klimawandel auf die drei wichtigsten Ziele und Maßnahmen der Praxisseminare fokussieren: die Förderung von Professionswissen [4], die Förderung eines reflexiven Habitus‘ bei den Studierenden [5] sowie eine stabile bzw. steigende Lehrerselbstwirksamkeitserwartung [6, 7].

Das Konzept des Praxisseminars Wärmeübertragung sowie die Ansätze zur Begleitforschung derartiger Praxisseminare wurden bereits vorgestellt [8, 9]. In diesem Artikel wird ein Einblick in den aktuellen Forschungsstand sowie in erste studentische Rückmeldungen gegeben.


Schlagworte


Lehramtsausbildung, Schülerlabor, Lehr-Lern-Labor, Praxisseminar, Professionswissen, Lehrerselbstwirksamkeitserwartung



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