Sonnenuhren leicht gemacht - Entwicklung und Bau eines Sonnenuhrengartens für die Schule

Katharina Renner, Angela Fösel

Abstract


In unserer Zeit der hochentwickelten Technik haben manche Gegenstände und Errungenschaften
vergangener menschlicher Kulturen keinen Gebrauchswert mehr. So sind wir beispielsweise auf Sonnenuhren
als "natürliche Zeitmesser" nicht mehr angewiesen. Jenseits der Frage nach dem praktischen Nutzen besteht jedoch gegenwärtig wieder großes Interesse an solchen Uhren, insbesondere auch an Schulen. Im Physikunterricht ermöglichen Sonnenuhren den direkten Umgang mit naturwissenschaftlichen
Fragestellungen. Sie lassen zudem Raum für eigene Erfahrungen und fördern eigenständiges
wie auch kreatives Handeln. Im Rahmen einer Examensarbeit wurde der fachwissenschaftliche Hintergrund
von Sonnenuhren als "Zeitanzeiger" mit Schülerinnen und Schülern einer 5. Jahrgangsstufe erarbeitet.
In Kleingruppen entwickelten und bauten die jungen Forscher anschließend drei Sonnenuhren
unterschiedlicher Art (horizontale Sonnenuhr, polare Sonnenuhr und Zylindersonnenuhr) und jeweils
unterschiedlichen Typus (Sonnenuhr zur Anzeige der wahren Ortszeit WOZ, Sonnenuhr zur Anzeige
der Normalzeit oder Mitteleuropäischen (Winter-)Zeit MEZ, Sonnenuhr zur Anzeige der Mitteleuropäischen (Sommer-)Zeit MESZ). Insgesamt neun dieser Zeitmesser wurden auf dem Schulgelände zu einem Sonnenuhrengarten gruppiert, der dauerhaft Bestand hat und mit dem Schülerinnen und
Schüler auch späterer Generationen arbeiten können. In nachfolgendem Beitrag werden Eigenheiten
und Funktionsweise der konzipierten Sonnenuhren erläutert, wobei auch auf Möglichkeiten einer altersgerechten
Vermittlung eingegangen wird. Die Entwicklung und der Bau des Sonnenuhrengartens
für die RS Höchstadt/Aisch werden detailliert vorgestellt.

Schlagworte


Sonnenuhren

Volltext:

Beitrag DD 17.06


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