Projekt – und wissenschaftspropädeutische Seminare bayerischer Gymnasien mit der Physikdidaktik als externem Kooperationspartner – ein Evaluationsversuch

Christoph Stolzenberger, Thomas Trefzger

Abstract


In Bayern wurden mit der gymnasialen Oberstufenreform (G8) Seminare eingeführt, welche den Anspruch erheben die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse besser auf die Anforderungen der Hochschule vorzubereiten zu können: Das Wissenschaftspropädeutische (W-) und Projekt-Seminar (P-Seminar). Im Ersteren liegt der Schwerpunkt auf dem Erlernen wissenschaftlicher Arbeitsmethoden, im Letzteren soll mithilfe von externen Partnern ein Projekt durchgeführt, sowie ein Orientierungswissen in der Berufs- und Studien- (BuS-)Wahl vermittelt werden. Darüber hinaus sollen beide Seminare den Schülerinnen und Schülern Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen vermitteln. In einer explorativen Studie werden sechs W- und P-Seminare begleitet und evaluiert, inwiefern die gewünschte Studierfähigkeit durch diese spezielle Art des Projektunterrichts gefördert wird. Weiterhin wird untersucht, ob die vom Kultusministerium (KM) geforderten Ziele für das Seminar umsetzbar sind bzw. umgesetzt werden und schließlich welche Rolle hierbei die Universität als Kooperationspartner des Seminars spielen kann. Durch teilnehmende Beobachtung bzw. mündliche und schriftliche Befragung der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler wird außerdem erforscht, inwieweit diese der Meinung sind, dass die theoretischen Ansprüche, welche in dem Seminar-Curriculum gestellt werden, in der Praxis des Seminars auch umgesetzt wurden. Im Folgenden werden die ersten Ergebnisse zweier bereits abgeschlossener P-Seminare gezeigt.

Schlagworte


G8, W-Seminar, P-Seminar, Seminar, Bayern



© 2010-2016 Internetzeitschrift: PhyDid B - Didaktik der Physik - Beiträge zur DPG-Frühjahrstagung (ISSN 2191-379X) - Einstiegsseite