Physik im Ingenieurstudium – Kombinationen von Theorie und Praxis am Beispiel der elektrischen Leitfähigkeit

Andrea Ehrmann

Abstract


In vielen Studiengängen werden die Studierenden unerwartet mit der Physik konfrontiert – einem Fach, das sie häufig in der Oberstufe abgewählt haben und zu dem sie oft nur eine sehr geringe Affinität besitzen.

Im Master-Studiengang „Textile Produkte“ an der Hochschule Niederrhein wurde daher eine neue Vorlesung konzipiert, die theoretische Grundlagen mit Experimenten zu aktuellen Forschungsthemen kombiniert, um dieser Problematik zu begegnen. Insbesondere die Anwendung physikalischer Messmethoden auf textile Produkte stellt dabei für die Studierenden eine große Herausforderung dar, da die Weichheit der untersuchten Materialien, ihre unregelmäßige Oberfläche und Elastizität herkömmliche Methoden oft unbrauchbar machen. Zudem werden in realen Forschungsprojekten häufig andere Messgrößen benötigt als in Lehrbüchern beschrieben.

Der Text stellt einige Erfahrungen aus dieser Vorlesung vor und zeigt am Beispiel der elektrischen Leitfähigkeit, wie Studierende durch das Ineinandergreifen von Theorie und Experiment physikalische Grundlagen besser verstehen und gleichzeitig einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen gewinnen können.


Schlagworte


Ingenieurstudium

Volltext:

Beitrag DD 18.36


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