Gezeiten und Bezugssysteme

Udo Backhaus

Abstract


Das Grundphänomen der Gezeiten, der mit einer Periode von 12 Stunden und 25 Minuten stattfindende Wechsel zwischen Hoch- und Niedrigwasser, ist das Ergebnis eines recht einfachen Wechselspiels zwischen Gravitation und Rotation.Trotzdem bereitet das Verständnis Lernenden Schwierigkeiten, wählen Lehr- und Schulbücher unterschiedliche Argumentationswege und beschäftigen sich physikdidaktische Untersuchungen und Aufsätze immer wieder mit den damit zusammenhängenden Problemen.  Ursachen für die Schwierigkeiten werden in dieser Arbeit darin gesehen, dass das Bezugssystem, in dem argumentiert wird, nicht explizit genannt wird und dass oft während der Argumentation, meist implizit, das Bezugssystem gewechselt wird.

Es werden Probleme in verbreiteten Darstellungen aufgezeigt, um Diskussionen über Vor- und Nachteile der Wahl bestimmter Bezugssysteme anregen.  Dazu wird ein Überblick über die sich anbietenden Bezugssysteme gegeben und an Beispielen gezeigt, wie Beschreibungen des Gezeitenphänomens bei konsequenter Verwendung nur eines Bezugssystems aussehen können.  Eine ausführliche Diskussion der Vor- und Nachteile verschiedener Modelle und konkrete Vorschläge für Argumentationswege im Unterricht bleiben einem weiteren Aufsatz vorbehalten.
Die Arbeit wurde angestoßen durch einen kürzlich veröffentlichten Aufsatz von R. Müller.

Schlagworte


Gezeiten; Bezugssysteme; beschleunigte Bezugssysteme

Volltext:

Beitrag DD 31.04


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