Lernwirksamkeit adressatenspezifischer Praktikumsversuche aus Sicht der Physiologie

Michael Plomer, Karsten Jessen, Georgi Rangelov, Michael Meyer

Abstract


Der Erwerb physiologisch relevanter physikalischer Grundlagen wird von Dozenten der medizinischen Vorklinik in einer Umfrage an der LMU München als wichtigstes Lernziel für das Physikpraktikum genannt. Im Rahmen einer fächerübergreifenden Arbeit wurde die Lernwirksamkeit eines Physikpraktikums für Mediziner innerhalb der Physiologie untersucht. In zwei Datenerhebungen wurde dazu der Wissensstand von jeweils ca. 300 Studierenden des Wintersemesters 2008/09 (traditionelle Experimente) und Wintersemester 2009/10 (neu entwickelte adressatenspezifische Experimente) erhoben. Als Erhebungsinstrument diente dabei ein Wissenstest, bestehend aus Concept Maps sowie MC-Fragen zur Physiologie von Nervenzellen.

Während es den Studierenden innerhalb des traditionellen Physikpraktikums nur unzureichend gelingt, die Konzepte der Physik selbständig mit der Physiologie zu verknüpfen und innerhalb einer physiologischen Fragestellung physikalisch zu argumentieren, konnte dies durch die adressatenspezifische Gestaltung verbessert werden. Die Auswertung der erstellten Concept Maps zeigt, dass der Umfang des vorhandenen Wissens hochsignifikant gesteigert werden konnte.


Schlagworte


Physik; Medizin; Physiologie; Wissenstransfer; Praktikum; Lernwirksamkeit; Lernerfolg;

Volltext:

Beitrag DD 02.03


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