Selbstbestimmung, Motivation und Konzeptwechsel im Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA) an Realschulen

Angelika Wolf, Matthias Laukenmann

Abstract


„Die Lernhandlung erlaubt nicht nur, sie verlangt Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Selbstkontrolle“ (MKJS 2004) [1].

Mit der Auffassung, dass durch Kompetenz- und Autonomieerleben und durch die Erfahrung sozialer Einbindung die Voraussetzungen für eine lernadäquate Motivation und damit für erfolgreiches und nachhaltiges Lernen geschaffen werden können, liefert die Selbstbestimmungstheorie der Motivation (SDT) einen möglichen theoretischen Rahmen für dieses im aktuellen Baden-Württembergischen Bildungsplan formulierte Prinzip. Im Zuge der hier vorgestellten, im Schwerpunkt quantitativ angelegten Studie soll im Physikunterricht an Realschulen die Ausprägung von zugelassener bzw. wahrgenommener Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Selbstkontrolle mehrperspektivisch erfasst werden, nämlich durch schriftliche Befragung der Lehrenden und der Lernenden sowie durch externes Rating des Unterrichts anhand von Videoaufzeichnungen. Anhand der Daten wird anschließend untersucht, ob die Ausprägung dieser Faktoren mit den erfassten Ausprägungen des Erlebens von sozialer Eingebundenheit, Autonomie und Kompetenz (als Bedingungen und Kriterien für Selbstbestimmung), motivationaler Orientierungen und mit den kognitiven Erträgen im Sinne von Konzeptwechseln verknüpft sind. Damit kann abgeschätzt werden, ob sich das oben genannte Prinzip im Rahmen des Physikunterrichts an Realschulen als tragfähig erweist.

Die Ergebnisse der im Frühjahr 2009 durchgeführten Pilotstudie werden präsentiert.


Schlagworte


Emprirische Lehr- und Lernforschung; Videostudie

Volltext:

Beitrag DD 08.02


© 2010-2016 Internetzeitschrift: PhyDid B - Didaktik der Physik - Beiträge zur DPG-Frühjahrstagung (ISSN 2191-379X) - Einstiegsseite