Das physikbezogene Growth Mindset bei Schüler*innen fördern

Laura Goldhorn, Thomas Wilhelm, Verena Spatz

Abstract


Dweck definiert zwei Mindsets, die als tief verankerte Überzeugungen zu unterschiedlichen Reak- tions- und Handlungsmustern führen. Das Fixed Mindset beschreibt die Überzeugung, dass Intelli- genz determiniert ist und damit der Spielraum für erlernbare Fähigkeiten und Fertigkeiten durch Begabung festgelegt ist. Damit stehen demonstrierbare Leistungserfolge im Fokus und herausfor- dernde Situationen werden möglichst vermieden. Das Growth Mindset bildet den Gegenpol und beschreibt Intelligenz, aber auch Kompetenz als stets weiterentwickelbar. Somit steht das Lernen selbst im Mittelpunkt und Schüler*innen mit Growth Mindset nehmen Herausforderungen als Lern- gelegenheit positiv wahr. Das Mindset selbst wird vor allem durch persönliche Erfahrungen und Bezugspersonen geprägt, entsprechend kann es mit geeigneten Interventionen gezielt verändert wer- den.

Auf der Basis der in den USA schon weiter verbreiteten Mindset-Forschung und eines speziell für Physik entwickelten Mindset-Fragebogens wurde das domänenspezifische Mindset von Schüler*in- nen im Physikunterricht in allen Jahrgangsstufen erhoben und Korrelationen zu äußeren Gegeben- heiten wie Alter, Geschlecht und Schulart untersucht. Darauf aufbauend soll mit einer fachspezifi- schen Intervention das Growth Mindset von Schüler*innen in der Sekundarstufe I gefördert werden. Die Intervention wird im Beitrag vorgestellt.


Schlagworte


Lernüberzeugungen; Mindset;

Volltext:

Beitrag DD 27.01


© 2010-2021 Internetzeitschrift: PhyDid B - Didaktik der Physik - Beiträge zur DPG-Frühjahrstagung (ISSN 2191-379X) - Einstiegsseite